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 NTEHL - Interview des Monats November 2013

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James Duthie

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BeitragThema: NTEHL - Interview des Monats November 2013   Di Nov 26, 2013 10:56 pm

Liebe NTEHL-Gemeinde, willkommen zum Interview des Monats November 2013


Die neue Saison ist noch recht frisch, und auch für mich wurde es Zeit, wieder ein Interview des Monats zu führen. Nachdem ich das letzte Interview mit einem GM aus dem Westen geführt habe, war dieses Mal wieder der Osten an der Reihe. Dabei verschlug es mich in die Hauptstadt Kanadas, wo mich der dort ansässige General Manager der Ottawa Senators, decoman, zum Interview im Canadian Tire Center empfangen hat. Decoman ist ein fester Bestandteil der NTEHL und kann auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurückblicken, wo er unter anderem mit seinem Team das Stanley Cup-Finale erreichen konnte. Zum großen Wurf reichte es bislang noch nicht. Trotz dem Verpassen der Playoffs in der Vorsaison schenkte decoman seinem Team im Großen und Ganzen weiterhin das Vertrauen. Lernen Sie die Ottawa Senators und deren GM im nun folgenden Interview genauer kennen.
Beim Durchlesen wünsche ich Ihnen viel Spaß. Wie immer sei angemerkt, dass ich mich über Kritik jeglicher Art sehr freue.

James Duthie: Herr Decoman, vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview Zeit genommen haben. Seit vielen Jahren arbeiten Sie nun schon als GM der Ottawa Senators, der Gewinn des Stanley Cups konnte bislang jedoch nicht gelingen. Wie fällt Ihr Fazit der bisherigen Amtszeit aus?

decoman: Zu Beginn meiner Karriere bei den Senators habe ich sicher viele Fehler gemacht und musste mich erst zurecht finden. Aber dennoch konnte das Team beständig gut abschneiden, wenngleich der ganz große Wurf leider ausblieb. Nichtsdestotrotz ist das Team zu einer festen Größe im Osten geworden und wird von vielen Teams mit Respekt wahrgenommen.

James Duthie: Bevor wir über die aktuellen Geschehnisse sprechen, möchte ich über die vergangene Saison sprechen. Letztes Jahr verpassten die Sens die Playoffs als Neunter. Wie enttäuscht waren Sie über das Nichterreichen der Playoffs? Oder war Ihnen schon früh klar, dass dies eine schwere Saison für die Sens werden könnte?

decoman: Die letzte Saison war mit Sicherheit nicht das, was sich die Fans erhofft haben. Es war für jeden eine Enttäuschung, die sonst so konstanten Sens nicht in den Playoffs zu sehen. Man muss jedoch sehen, dass im Team zwei der besten und bisher beständigsten Spieler in Heatley und Johnson weggefallen sind. Das relativiert das Abschneiden in meinen Augen. 

James Duthie: Den Kader hielten sie im Sommer im Großen und Ganzen zusammen, auch Superstar Ilya Kovalchuk konnten Sie überzeugen, weiterhin die Schlittschuhe für die Sens zu schnüren. Waren Sie weiterhin überzeugt von der Qualität des Kaders? Und sehen Sie das Verpassen der Playoffs als Ausrutscher an?

decoman: Der Kader entspricht im Großen und Ganzen dem Kader, mit dem bereits viele gute Spiele und - noch wichtiger - auch viele Playoffteilnahmen erzielt wurden. Ich hatte daher keinen Grund Kernspieler zu traden oder den Kader sonst irgendwie größer zu verändern. Es rücken langsam einige junge Spieler nach, die sich in den Kader eingliedern und mit deren Hilfe das Team auch hoffentlich wieder zu einem ernstzunehmenden Playoffteilnehmer wird.


Bleibt weiterhin wichtiger Bestandteil der Mannschaft: Ilya Kovalchuk.

James Duthie: Im letzten Draft sicherten sich die Ottawa Senators unter anderem die Rechte an Anthony Mantha, einem der besten Sniper seiner Draftklasse. Wie zufrieden waren Sie mit dem Draft? Und wie beurteilen Sie allgemein Ihren Prospectpool sowie Ihre Nachwuchsarbeit?

decoman: Mantha ist sicher einer der hoffnungsvollsten Spieler, die sich derzeit im System der Senators befinden. Wir haben aber leider insgesamt keine besonders hohe Dichte an guten Talenten. Traditionell hat man in Ottawa immer versuchen müssen aus späten Draftpicks viel herauszuholen. Teilweise gelang das auch ganz gut, aber selbst mit viel Glück gelangt man so nicht zu den ganz großen Spielern. Ich würde die Nachwuchsarbeit im Ligavergleich sicher nicht als besonders schlecht ansehen, aber es gibt sicher GMs, die ihr Handwerk da besser verstehen.


GM Decoman verpricht sich viel von Nachwuchsspieler Anthony Mantha.

James Duthie: Kommen wir nun auf die Gegenwart zu sprechen, Herr Decoman. Aktuell sind die Sens nur Zwölfter im Osten, haben aber nur 2 Punkte Rückstand auf die Playoffränge. Wie zufrieden oder enttäuscht sind Sie mit dem Saisonstart? Und was ist dieses Jahr für die Sens drin?

decoman: Ich bin recht zufrieden mit der Leistung des Teams. Es gab wie letzte Saison wieder einige neue Talente, die sich erst in das Team eingliedern müssen. Es wäre schön gewesen, hätte man etwas mehr Glück im ein oder anderen Spiel gehabt, aber letztlich ist die Saison noch lang und ich vertraue darauf, dass das Team mehr und mehr zusammenfindet. Letztlich muss man aber damit rechnen, dass Ottawa erneut die Playoffs verpassen könnte. 

James Duthie: Während das Penalty Killing einen guten Job macht, ist das Powerplay aktuell das schlechteste der Liga. Wie soll das Powerplay verbessert werden, nachdem es bereits in der Vorsaison alles andere als stark war?

decoman: Wir probieren derzeit verschiedene Kombinationen an Spielern aus, um das Powerplay in die Gänge zu kriegen. Wie im gesamten Spiel der Sens fehlt hier einfach etwas Glück, um in Fahrt zu kommen.

James Duthie: Aktuell Topscorer ist Kyle Turris mit 20 Punkten, gefolgt von Boedker und Kovalchuk mit 18 und 17 Punkten. Von welchen Spieler versprechen Sie sich in dieser Saison besonders viel? Und welche Spieler erfüllen aktuell nicht Ihre Erwartungen?

decoman: Um ehrlich zu sein, bin ich gerade von Boedker und Kovalchuk nicht so sehr erfreut. Zwar haben die beiden stark zum Scoring beigetragen, allerdings auch besonders stark zu Gegentoren. Insgesamt suche ich hier noch nach den Linekombinationen, die auch im Spiel nach hinten gut zusammenarbeiten und nicht nur Tore machen. Sieht man nämlich mal von den jüngsten Ergebnissen ab, so war das eigene Scoring soweit gesund, aber man hat sich zu viele Gegentore eingefangen.
Ansonsten erhoffe ich mir von Gallant, dass er sich schnell einfügt in das Lineup. Speziell negativ fiel mir sonst kein Spieler auf.

James Duthie: Planen Sie in nächster Zeit auf dem Transfermarkt tätig zu werden, um das Team weiter zu stärken? Oder ist das aktuelle Team gut genug, die Playoffs im engen Osten zu erreichen?

decoman: Da es auf dem Transfermarkt aus meiner Sicht zu schwer ist, einen vernünftigen Deal auszuhandeln, ohne dafür übermäßig viel Zeit zu investieren (Zeit ist leider bei mir ein zunehmend wichtiger Faktor geworden), wird man da eher nicht aktiv werden. Wir werden versuchen etwaige Defizite aus den eigenen Reihen zu kompensieren und ich glaube auch daran, dass der Kader stark genug ist, um im Playoffkampf mitzureden.

James Duthie: Die Ottawa Senators sind Teil der Northeast Division, die über einige gute Teams verfügt. Wie schätzen Sie Ihre Divisionrivalen ein? Und wo sehen Sie die Northeast Division im Vergleich zu den anderen Divisions der NTEHL?

decoman: Jeder der Rivalen in der Northeast hat das Potential anzugreifen und einem das Leben schwer zu machen. Boston ist ja derzeit sogar eines der besten Teams ligaweit und ich wie gesagt auch, dass die anderen der Division das Zeug dazu haben. Die Division ist auch im Vergleich stark einzuschätzen, hatte in der Vergangenheit immer eher mehr als weniger Playoffteams gestellt, auch wenn Ottawa ja zuletzt nicht dazu gehörte 

James Duthie: Wo sehen Sie die Ottawa Senators in den nächsten 5 Jahren? Ist in dieser Zeitspanne gar der Gewinn des ersten Stanley Cups in der Geschichte der Franchise möglich?

decoman: Wie sich die Leistung des Teams entwickelt, hängt ganz stark von der Entwicklung der jungen Nachwuchsspieler ab. In der letzten Saison haben wir mit Carrier und Prout die Defensive verjüngt, diese Saison kommt zudem defensiv Middleton hinzu sowie offensiv Gallant und Hodges. Und bei den Verstärkungen durch die Jugend wird es nicht bleiben, da nach dieser Saison weitere Leistungsträger wegfallen werden und wir noch weiter verjüngen müssen. Letztlich also bleibt es schwer vorherzusehen, ob es mit dem Team kurzfristig wieder so weit reicht, ganz oben mitzureden, oder ob es erst einmal eine Zeit lang dauert. Jedenfalls wird es aber nicht langweilig und unter Umständen wäre es auch mal nicht schlecht den ein oder anderen frühen Pick zu bekommen 


Ist schon als Teenager ein sehr wichtiger Spieler der Sens: Defender Alexandre Carrier.

James Duthie: Blicken wir als nächstes eine Etage tiefer zu dem Farm Team der Sens, den Binghampton Senators. Letzte Saison belegte das Team den 8. Platz in der AHL und qualifizierte sich sicher für die Playoffs. Wie zufrieden waren Sie mit der vergangenen Saison Ihres Farm Teams? Und welchen Stellenwart hat das Team für Sie?

decoman: Das Farmteam ist für mich in erster Linie zur Ausbildung von jungen Talenten da. Ich freue mich natürlich, wenn es dort zu einem Playoffplatz reicht, aber wirklich wichtig ist es mir nicht. Trotzdem versuche ich mit den ein oder anderen Veteran an die Seite der Rookies zu stellen, um insgesamt die Leistung der Rookies aber auch des gesamten Teams zu fördern.

James Duthie: Wie nähern uns langsam, aber sicher dem Ende. Zuvor möchte ich Sie aber fragen, welche Teams dieses Jahr die Favoriten sind, um am Ende ganz oben in der Tabelle zu landen? Und warum sehen Sie diese Teams so weit oben?

decoman: Es wird niemanden wundern, wenn ich da als erstes Detroit nenne. Ich halte Gretzky für einen gewitzten GM, der nachhaltig sein Team immer wieder verbessert und es schafft sehr gute junge Spieler zu draften ohne dadurch das Team insgesamt zu schwächen. Dasselbe denke ich von Tex in LA und daher ist das für mich der zweite heiße Anwärter auf den Stanley Cup. Es hat in LA wirklich nicht lange dauert, bis Neuverpflichtungen und Verbesserungen am Team vorgenommen wurden, nachdem Tex das Steuer übernommen hat.

James Duthie: Wie immer am Ende eines meiner Interviews haben auch Sie die Wahl, sich drei Spieler, je einen Goalie, Defender und Forward, aus der NTEHL auszusuchen. Welche Spieler würden Sie wählen? Und warum?

decoman: Das wird jetzt viele langweilen, aber ich bleibe da bei meinem Team. Ich bin schon so lange dabei, dass ich mittlerweile fast alle Spieler selbst ausgesucht habe, die ich im Team habe, daher fällt es mir schwer einen Spieler außerhalb meines Teams zu finden, der mir besser gefällt, das die die ich schon habe. Und da ist mein liebster Forward Kyle Turris, da er für mich einer besten Center in der Liga ist und sich sehr vielseitig einsetzen lässt. Als Defender wähle ich Alexandre Carrier, an Nummer 2 insgesamt gedraftet, ist er offensiv und auch defensiv sehr stark und wurde quasi sofort der beste Verteidiger in meinem Team. Und als Goalie dann Fleury, der mich über die Jahre nie enttäuscht und immerzu konstant gute Leistungen gebracht hat.

James Duthie: Damit sind wir am Ende dieses Interviews angekommen, Herr Decoman. Vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview bereit erklärt haben und ich wünschen Ihnen mit den Ottawa Senators viel Erfolg für die zukünftlichen Aufgaben.

decoman: Vielen Dank.
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