Das neue Forum der NTEHL
 
PortalPortal  Forum  MitgliederMitglieder  GalerieGalerie  FAQFAQ  SuchenSuchen  StartseiteStartseite  AnmeldenAnmelden  LoginLogin  

Austausch | 
 

 NTEHL - Interview des Monats Juni 2013

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
James Duthie

avatar


BeitragThema: NTEHL - Interview des Monats Juni 2013   Sa Jun 29, 2013 10:44 pm

Liebe NTEHL-Gemeinde, willkommen zum Interview des Monats Juni 2013.


Wie bereits im Vormonat gilt auch im Juni das Motto: Besser spät als nie! Und so kann ich hiermit mitteilen, dass ich Ihnen innerhalb des Monats Juni ein weiteres interessantes Interview mit einem GM aus der NTEHL präsentieren kann.
Nachdem ich das letzte Mal in der US-Hauptstadt Washington zum Interview war, hat es mich nun wieder quer durch die Vereinigten Staaten an die Westküste verschlagen. Bei angenehmen Temperaturen am Pazifik hat diesmal der General Manager der San Jose Sharks, LeClair, sein Einverständnis gegeben, mit mir ein Interview zu führen. In den Räumen des HP Pavilion, aufgrund der fantastischen Atmosphäre einer meiner Lieblingsarenen, stand mir LeClair Rede und Antwort. Nachdem die Sharks letzte Saison auf dem letzten Platz in der Western Conference landeten, soll diese Saison ein erneuter Angriff auf die begehrten Playoffränge stattfinden. Ich sprach mit LeClair über die vergangene Saison, den letzten Draft und natürlich auch über die aktuellen Geschehnisse bei den Sharks. Heraus kam ein interessantes Gespräch, wo Sie, liebe Leser, mehr über die San Jose Sharks erfahren können.
Ich wünsche Ihnen beim Durchlesen viel Vergnügen. Wie immer sei auch angemerkt, dass ich mich über Kritik jeglicher Art sehr freue!

James Duthie: Herr LeClair, vielen Dank, dass Sie sich für dieses Interview zur Verfügung gestellt haben. Nach einem relativ kurzen Engagement in Nashville führen Sie nun seit mehreren Jahren die Geschicke der San Jose Sharks. Wie fällt Ihr Zwischenfazit Ihrer bisherigen Zeit in San Jose aus?

LeClair: Vielen Dank erstmals für die Einladung zum Interview. Die Zeit bei den Sharks war bisher ein ständiges Auf und Ab. Zu Beginn lief es relativ gut bis es gegen Ende der letzten Saison rapide bergab ging und die Playoffs deutlich verpasst wurden. Dies stellte sicher den bisherigen Tiefpunkt der Zeit in San José dar. Umso mehr freut man sich, wenn es dann wieder bergauf geht und man feststellt, dass man doch die eine oder andere richtige Entscheidung getroffen und seine Lehren aus den schlechten Zeiten gezogen hat. Alles in allem fällt das Fazit jedoch positiv aus und ich bin überzeugt, dass die schlechten Zeiten in San José vorbei sind.

James Duthie: Bevor wir auf die Gegenwart kommen, möchte ich zuerst ein Blick in die Vergangenheit werfen. Letztes Jahr landeten die Sharks auf dem letzten Platz in der Western Conference. Was waren die Gründe für dieses bescheidene Abschneiden? Einige Experten waren der Ansicht, dass das Team besser was, als es letztendlich abgeschnitten hat.

LeClair: Wie bereits erwähnt war man letztes Jahr lange Zeit im Rennen um die Play-Off Plätze dabei, ehe es zu einem drastischen Einbruch und Absturz kam. Die Gründe dafür sind schwer zu definieren, jedoch liegt schlussendlich die Hauptverantwortung bei mir und ich nehme somit auch das schlechte Abschneiden auf meine Kappe. In jedem Falle war im Team genügend Substanz vorhanden um einen Play-Off Platz zu erreichen, wie übrigens auch in diesem Jahr.

James Duthie: Im letzten Draft hatten Sie einige Picks zur Verfügung, unter anderem den 5th Overall, mit dem Sie Jeremiah Addison gezogen haben. Warum fiel die Wahl bei diesem Pick auf Addison? Und wie waren Sie allgemein mit Ihren Draftpicks zufrieden?

LeClair: In Jeremiah Addison sah man einen Spieler, von dem man in San José annahm, er würde aufgrund seines großen Offensivpotenzials in den Top 3 des Drafts gezogen. Als wir dann unseren 5th Overall ziehen konnten und Addison immer noch zu haben war, musste ich nicht lange überlegen. Offensiv ist er einer der Besten, was der letztjährige Draft zu bieten hatte und auch defensiv verfügt er über gute Skills.
Insgesamt bin ich mit dem Draft sehr zufrieden. Ich denke wir haben in San José unsere Hausaufgaben erledigt und waren gut auf den Draft vorbereitet. Neben Addison konnten wir mit Brian Hart, Matthew Highmore und Brock Hiddink drei weitere Spieler mit NHL-Potenzial draften. Nicht zu vergessen ist auch Matt Grzelcyk, in welchen wir als künftigen NHL-Verteidiger große Hoffnungen setzen.


GM LeClair hat setzt große Hoffnungen in Jeremiah Addison.

James Duthie: Die Offseason haben Sie genutzt, um den Kader ein wenig zu verändern. So wurden starke Spieler wie Ryan, Parise oder Tlusty nach San Jose geholt. War es nach der letzten Saison notwendig, einen Cut zu machen, damit das Team wieder erfolgreicher sein kann? Wie bewerten Sie Ihre Offseason im Allgemeinen?

LeClair: Der Kader wurde sogar nicht nur ein wenig, sondern relativ stark verändert. Vor allem auf den Flügelpositionen wurden neue Leistungsträger geholt mit den von Ihnen genannten Spielern. Auch auf der Torhüterposition kam es zu einer Rochade, welche aber nicht aufgrund der Leistungen von Kari Lehtonen geschah, sondern rein aus finanziellen Überlegungen.
Die Veränderungen haben teilweise zu großem Erstaunen bei anderem General Managern geführt, teilweise auch zu Unverständnis. Da man in San José aber einen konkreten Plan verfolgte und genau wusste wie das Team zu Beginn der neuen Saison aussehen sollte, ließ man sich nicht beirren. Ob sich das Ganze schlussendlich auszahlt, sieht man dann am Ende der laufenden Regular Season.
Ob der Cut notwendig war lässt sich schwer zu beurteilen. Aus meiner Sicht war es Zeit für eine Veränderung, daher wurden diverse Leistungsträger geholt und andere weggetradet.

James Duthie: Kommen wir nun zu den aktuellen Geschehnissen rund um die Sharks. Ihr Team ist aktuell auf Rang 14 im Westen, hat aber noch Kontakt zu den Playoffplätzen. Welche Zielsetzung haben Sie für diese Saison? Und wie zufrieden sind Sie mit den bisherigen 36 Saisonspielen?

LeClair: Nach einem eher schwachen Start in die Saison sind die Sharks momentan drauf und dran wieder an die Play-Off Plätze heranzukommen. Das ganze Unterfangen wird dadurch erschwert, dass die Western Conference klar stärker als die Eastern Conference ist.
Das Ziel lautet aber nach wie vor die Playoffs zu erreichen oder zumindest bis zum Ende der Regular Season um einen Play-Off Platz zu kämpfen. Die aufsteigende Tendenz in den letzten Wochen stimmt mich zuversichtlich.

James Duthie: Schaut man sich die Statistiken an, so befinden sich die Sharks im unteren Drittel, was das Powerplay und das Penalty Killing angeht. Wie wollen Sie dieses Problem in Zukunft beheben, zumal gerade das Powerplay bereits in der letzten Saison ein Schwachpunkt der Sharks war?

LeClair: Das Powerplay ist sogar das drittschlechteste der Liga und auch das Penalty Killing ist nicht viel besser. Ich habe bereits versucht, die Special Team zu stärken, in dem wir im Powerplay vier Stürmer und nur ein Defender auflaufen lasse sowie im Penalty Killing drei Defender und ein Stürmer. Auch diese Maßnahmen haben jedoch nicht dazu geführt, dass es zu einer Verbesserung kam. Somit muss weiter ausprobiert werden, bis eine gute Lösung gefunden wird, hoffentlich ist dies bald der Fall.

James Duthie: Ihr aktueller Topscorer ist Zach Parise mit 40 Punkten. Kann jetzt schon gesagt werden, dass dieser Transfer richtig war für Ihre Franchise? Von welchen Spielern erwarten Sie noch ein Steigerung in den kommenden Monaten?

LeClair: Ich denke sowohl die Verpflichtung von Zach Parisé wie auch die Verpflichtung von Bobby Ryan (30 Punkte) und Jiri Tlusty (29 Punkte) waren richtige und wichtige Entscheidungen. Sie gehören bereits in der ersten Saison in San José zu den absoluten Leistungsträgern.
Aktuell ist man vor allem in der Offensive von den ersten beiden Lines abhängig. Schön wäre es, wenn sich die Spieler aus der 3rd und der 4th Line mehr aufdrängen und sich für höhere Aufgaben empfehlen würden.


Scheint ein Volltreffer für die Sharks gewesen zu sein: Zach Parisé.

James Duthie: Planen Sie in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter auf dem Transfermarkt tätig zu werden? Oder sind Sie zuversichtlich, dass das aktuelle Team gut genug ist, um die Ziele der Sharks in dieser Saison zu erreichen?

LeClair: Nachdem vor kurzem mit Rick DiPietro noch eine starke Nummer 1 für die Torhüterposition verpflichtet wurde, steht das Team der Sharks grundsätzlich. Free Agents werden wohl keine mehr verpflichtet werden und auch Trades sind keine geplant. Es ist nun an der Zeit, dass das Team zeigt, zu was es fähig ist und dann werden hoffentlich auch die Ziele erreicht werden.

James Duthie: Blicken wir nun auf ein anderes Thema. Sie spielen mit den Sharks in der Pacific Division, die in den letzten Jahren oftmals hart umkämpft war. Wie schätzen Sie Ihre Divisionkonkurrenten ein? Und wo sehen Sie die Pacific Division im Vergleich zur NTEHL?

LeClair: In der Western Conference sind, im Gegensatz zur Eastern Conference, alle drei Divisions sehr stark besetzt mit mindestens vier Teams, die Play-Off Potenzial haben. Dies ist auch in der Pacific Division so, in der ich alle vier Konkurrenten der Sharks als potenzielle Play-Off Teams sehe. Das ganze macht es natürlich für uns schwerer einen der begehrten Plätze in den Top 8 zu erreichen. Am stärksten sind wohl die Anaheim Ducks in der Pacific Division einzustufen. Sie verfügen über eine starke Offensive und gute Special Teams.

James Duthie: Wo sehen Sie die San Jose Sharks in den nächsten 5 Jahren? Ist in dieser Zeitspanne der Gewinn des ersten Stanley Cups der Franchise-Geschichte möglich?

LeClair: Der Gewinn des Stanley Cups ist wohl außer Reichweite. Teams wie Detroit oder Colorado werden auf Jahre hinaus die Top Plätze unter sich ausmachen. Gerade in einer Best-of-Seven Serie ist es schwer gegen einen favorisierten Gegner zu bestehen.
Ziel muss es sein, regelmäßig in die Playoffs zu kommen. Ein Divisiontitel wäre wohl schon das höchste aller Gefühle.


LeClair hofft, dass die Sharks ein konstantes Playoffteam werden, damit auch die Fans wieder etwas zu feiern haben.

James Duthie: Schauen wir nun eine Etage tiefer und sprechen über Ihr Farm Team, den Worcester Sharks. Letzte Saison schlossen die Sharks die Saison auf Rang 21 ab und verpassten die Playoffs. Auch diese Saison findet sich das Team aktuell im gleichen Bereich wieder. Welchen Stellenwert hat das Farm Team für Sie, Herr LeClair?

LeClair: Das Farm Team dient dazu, Spielern den Sprung in das NHL Team zu ermöglichen. Sofern sie noch nicht so weit sind oder aktuell kein Platz im NHL Team frei ist, sind sie im Farm Team gut aufgehoben, da sie dort zu Spielpraxis kommen. Einen talentierten Spieler als Reservisten im NHL-Team zu behalten wäre wohl für seine Entwicklung nicht förderlich.
Allerdings ist das Farm Team für mich nicht so wichtig wie für andere GMs, welche sehr viel Geld in ein starkes Farm Team investieren. Für mich ist und bleibt es ein Ausbildungsteam.

James Duthie: Bevor wir langsam zum Ende kommen, möchte ich Ihnen noch allgemeine Fragen zur NTEHL stellen. Wer sind für Sie die Favoriten, um am Ende ganz oben in der Tabelle zu stehen? Und warum?

LeClair: Schlussendlich werden sich wieder die üblichen Verdächtigen gegenüberstehen. Im Westen sind dies Detroit und Colorado, im Osten wird Tampa Bay wohl wieder vorne dabei sein. Ich denke aber, dass gerade im Osten diverse Teams für eine Überraschung gut sind und weit in den Play-Offs vorstoßen können. Am Ende wird wohl aber wieder ein Team aus dem Westen den Stanley Cup in Empfang nehmen dürfen.

James Duthie: Wie in bisher jedem Interview haben auch Sie die Wahl, sich drei NTEHL-Spieler, je einen Goalie, Defender und Forward, auszusuchen. Welche Spieler würden Sie wählen? Und warum fällt die Wahl auf diese Spieler?

LeClair: Als Goalie würde ich Daniel Altshuller aus Buffalo wählen. Er ist jung, sehr ausgeglichen und bereits jetzt schon einer der Top-Torhüter der Liga.
Als Defender käme Victor Hedman aus Colorado zum Zuge und als Forward würde ich Connor McDavid aus Detroit wählen. Mit seinen 19 Jahren bereits der 1st Line Center in Detroit zu sein ist sehr beeindruckend.

James Duthie: Herr LeClair, damit sind wir am Ende angekommen. Ich danke Ihnen vielmals, dass Sie sich die Zeit für dieses Interview genommen haben und ich wünsche Ihnen und Ihren San Jose Sharks eine erfolgreiche Restsaison 2018/2019.

LeClair: Besten Dank. Hoffen wir, dass die Sharks sich weiter steigern und der Traum von Play-Offs noch möglichst lange realistisch bleibt.
Nach oben Nach unten
Benutzerprofil anzeigen
 
NTEHL - Interview des Monats Juni 2013
Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1
 Ähnliche Themen
-
» NTEHL - Interview des Monats August 2011
» Gamescom 2013
» Aufteilung nach EVS-Abteilungen des Regel-Bedarfs - 2011 - 2012 - 2013 auf Basis Entwurf Regel-Bedarfs-Ermittlungs-Gesetz (RBEG) in BT-Drs. 17/3404 von Rüdiger Böker *
» SGB II Fachliche Hinweise Arbeitsgelegenheiten (AGH) nach § 16d SGB II Stand: April 2012
» Reporterquiz - Bilder

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
NTEHL :: NTEHL Info :: Interviews-
Gehe zu: