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 NTEHL - Interview des Monats März 2013

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James Duthie

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BeitragThema: NTEHL - Interview des Monats März 2013   So März 24, 2013 9:31 pm

Liebe NTEHL-Gemeinde, willkommen zum Interview des Monats März 2013.


Spiel 1 des Stanley Cup-Finales zwischen den Detroit Red Wings und den Washington Capitals ist gespielt, die Saison ist auf dem Höhepunkt angekommen. Es waren bislang interessante Playoffs, und genauso interessant war das nächste „Interview des Monats“, welches ich heute geführt habe. Die Reise führte mich dieses Mal zum General Manager der Dallas Stars, Saubermann, mit dem ich auch das Vergnügen hatte, das erste Spiel des Finales im American Airlines Center zu verfolgen. Nach einer enttäuschenden Saison mussten die Stars auch diese Saison die Playoffs vor dem Fernseher verfolgen. Durch einzelne Verstärkungen versucht Saubermann nun, für die nächste Saison eine starke Mannschaft aufs Eis zu schicken. Erfahren Sie mehr über die Dallas Stars in diesem Interview.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Durchlesen dieses Interviews. Über Kritik jeglicher Art freue ich mich immer.

James Duthie: Herr Saubermann, vielen Dank, dass Sie sich Zeit nehmen für dieses Interview. Sie sind schon seit vielen Jahren der General Manager der Stars. Wie fällt ihr Fazit nach all den Jahren aus?

Saubermann: Danke, dass ich dabei sein darf.
Es ist ein sehr gemischtes Fazit. Wir haben Jahre gebraucht, um einen Turnaround zu schaffen und sind dann dreimal in vier Jahren in den Playoffs gewesen. Das ist insgesamt schon ein starker Erfolg gewesen.
Die letzte Saison hinterlässt da eine richtige Delle. Eine richtige Erklärung, warum das letzte Jahr so dermaßen schief lief, haben wir allerdings noch nicht gefunden.

James Duthie: In dieser Saison schafften es die Stars erneut nicht, die Playoffs zu erreichen. Am Ende reichte es nur zu Platz 12 in der Western Conference. Woran hat es Ihrer Meinung nach gelegen dass die Playoffs recht deutlich nicht erreicht wurden? Ihr Team sieht auf dem Papier ja ordentlich besetzt aus.

Saubermann: Wie schon gesagt, eine wirkliche Erklärung hat weder das Trainerteam noch das Managemet. Das einzig signikaten war, dass es quasi mit Verletzung von David Backes einen Bruch in dieser Saison gab. Seit dem ging es nur noch bergab und der wirklich starke Saisonstart hat verhindert, dass wir nicht noch weiter nach hinten gerutscht sind.

James Duthie: Mit Boyes und Bergeron wollen zwei Spieler ihre Karriere beenden, und Patrick Sharp, Travis Moen und Mike Komisarek sind mit 36 Jahren auch in einem hohen Hockeyalter. Ist die Zeit für einen Umbruch bei den Stars gekommen?

Saubermann: Umbruch ohne Picks ist schwierig und auf Teufel komm raus alles zu Picks machen, ist nicht meine Art. Daher werden wir zur kommenden Saison mehr in der Breite investieren und wer weiß, vielleicht fällt ja noch ein Altstar als Ersatz für Boyes ab. Wie ich dann Sharp und Komisarek ersetzen kann, ist mir noch nicht ganz klar, aber das ist aktuell noch nicht im Fokus.

James Duthie: Wenn man sich die Statistiken ansieht fällt auf, dass bis auf das Powerplay keine Kategorie wirklich playoffwürdig war. Wie werden Sie auf diese Probleme eingehen? Kann erwartet werden, dass sie einige Trades in der Offseason tätigen werden?

Saubermann: Also zum einen wird David Backes zurückkehren, das wird gerade dem Penalty Killing und den defensiven Reihen mehr Stabilität verleihen. Mit Stoa haben wir aktuell einen Spieler akquiriert, der über Erfahrung verfügt und gerade die anfälligen hinteren Reihen verstärkt. Aktuell hat man keine Verhandlungen, aber was nicht ist, kann noch werden.


GM Saubermann erhofft sich durch die Rückkehr von David Backes mehr Stabilität im PK und in den Bottom-6

James Duthie: Mit welchen Spielern waren Sie in der abgelaufenen Saison zufrieden? Und gibt es auch Spieler, von den Sie sich mehr erhofft haben?

Saubermann: Sehr zufrieden war ich mit Ty Rattie. Er kann skilltechnisch einen Sprung gemacht und dazu auch gut gepunktet. Ferner hat mit Nick Palmieri gut gefallen. Ganz klar mehr erhofft hatte ich mir von den Stars Bäckström, Monahan und Fehr. Monahan ist ja schon gegangen /Trade nach Detroit, Anm. d. Red.), vielleicht ist das der richtige Fingerzeig für den Rest.

James Duthie: Mit Daniel Audette und Oskar Lindholm haben Sie sehr starke Prospects in Ihren Reihen. Besteht für diese beiden bereits in der nächsten Saison eine Chance, einen NHL-Spot zu ergattern? Oder sollen Sie sich erstmal in Ruhe weiter entwickeln? Laut Expertenmeinungen sind beide Spieler schon relativ weit für ihr Alter.

Saubermann: Die beiden werden definitiv eine Einladung ins Trainingscamp bekommen und Audette wir definitiv seinen Spot im Farmteam haben. Was darüber hinaus ist: Wenn sie zu überzeugen wissen, dann ist eine Menge möglich.


Daniel Audette hat mit einer starken Preseason eine Chance auf einen Spot.

James Duthie: Für die beiden nächsten Drafts haben Sie keine Picks zur Verfügung. Werden Sie noch versuchen, Picks zu ertraden, um mehr jüngere Spieler in die Organisation zu holen? Oder ist es Ihre Strategie, erst 2020 wieder Talente auszuwählen?

Saubermann: Wenn nicht irgendein unmoralisches Angebot kommt, dann picken wir erst 2020 wieder.

James Duthie: Wenn Bergeron und Boyes die Stars verlassen, bedeutet das auch, dass ca. 11,5 Millionen an Cap frei werden. Werden Sie auf dem UFA-Markt aktiv werden und versuchen, einen Hochkaräter nach Dallas zu holen?

Saubermann: Wenn sich die Chance ergibt, werden wir zuschlagen. Konkret geplant haben wir aber auch noch nichts. Da wir auch im Farmteam Verstärkung brauchen, werden wir uns erst einmal darauf fokussieren.

James Duthie: In einer schwachen Pacific Division schaffte es lediglich der Divisiongewinner in die Playoffs. Wie schätzen Sie die Pacific ein und wo sehen Sie die Division im Vergleich zur NTEHL? Ist es doppelt bitter, dass es selbst in der dieser schwachen Division nicht für die Playoffs reichte?

Saubermann: Also die letzten Jahre war die Pacific nicht die schwächste Division mit teilweise vier Playoffs-Teilnehmern. Das war im letzten Jahr leider nicht so, da sowohl San Jose als auch Anaheim und natürlich wir schwache Saisons spielten. Den Titel schwächste Division geben wir gern an die Atlantic zurück in der kommenden Saison.
Die Playoffs zu verpassen ist immer bitter, aber letztlich ist das schnurzpiepegal, ob du in der Atlantic, der Pacific oder in der "Kack die Wand an"- Division die Playoffs verpasst

James Duthie: Wo sehen Sie Ihre Franchise in 5 Jahren? Glauben Sie sogar, dass in dieser Zeitspanne ein Gewinn des Stanley Cups möglich ist?

Saubermann: Nein, das ist utopisch, da müsste sehr viel richtig laufen, aus meiner Sicht sogar zu viel. Ich hoffe allerdings, dass wir in fünf Jahren wieder ein regelmäßiger Playoff-Kandidat sind.


Saubermann hofft, dass die Stars wieder zu einem festen Playoffteilnehmer werden und die Fans wieder etwas zu feiern haben.

James Duthie: Blicken wir eine Etage tiefer in die AHL. Die Texas Stars belegten am Ende den 20. Rang und verpassten die Playoffs um 10 Punkte. Wie zufrieden waren Sie mit dem Abschneiden Ihres Farm Teams? Und welchen Stellenwert hat das Farm Team für Sie?

Saubermann: Ich war nicht ganz zufrieden. Grundsätzlich seh ich das Team als Ausbildungsbetrieb, in dem vor allem Spieler eingesetzt werden, die sich für das NHL-Team entwickeln sollen. Daher verzichten wir zumeist auch auf externe, ältere Verpflichtungen. Das wird auch in der kommenden Saison so sein, wenn sich mit (wahrscheinlich) Frei, Huber und Audette gleich mehrere Leute weiter beweisen können.

James Duthie: Wir nähern uns allmählich dem Ende, Herr Saubermann. Die Playoffs sind voll im Gange, und im Stanley Cup-Finale kommt es zu einer Neuauflage des Finales aus dem Jahr 1998. Detroit trifft auf Washington, aktuell steht es 1:0 für die Mannschaft aus Michigan. Wer ist für Sie der Favorit? Und warum?

Saubermann: Detroit ist für mich der klare Favorit. Es gibt die Mischung aus Jung und Alt, quasi jede Position ist perfekt besetzt. Natürlich haben sie mit Sklavins und Hunter zwei harte Ausfälle zu beklagen, aber gerade defensiv sind sie gut besetzt, dass es nicht ganz soviel macht. Zudem haben die Capitals zwei sieben Spiele-Serien im Nacken, das wist nicht unbedingt ein Vorteil.

James Duthie: Wie gefielen Ihnen die bisherigen Playoffs allgemein? Waren Sie von manchen Teams überrascht oder war es ungefähr so zu erwarten, wie es bislang gelaufen ist?

Saubermann: Im Westen nichts Neues – außer, dass ich es im Westen gähnend langweilig fand. Selbst das vorweggenommene SC-Finale DET vs. COL war so eintönig wie lange nicht.
Im Osten haben die Capitals natürlich überrascht, dazu haben Favoriten wie New Jersey oder Ottawa enttäuscht - da war natürlich schon mehr los.
Letztlich sind es aber die wohl langweiligsten Playoffs seit Jahren – zumindest was die Spannung angeht.

James Duthie: Wie in jedem bisherigen Interview haben auch Sie die Wahl. Sie dürfen sich je einen Goalie, Defender und Forward aus der NTEHL aussuchen. Welche Spieler würden Sie wählen? Und warum wählen Sie diese Spieler?

Saubermann: Als Goalie ganz klar Sergej Bobrovsky, der ist der Beste, den es gibt. In der Defensive schwanke ich zwischen Aaron Ekblad und Jordan Subban, Letztlich würde es aber auf Ekblad hinauslaufen. Im Sturm geht nichts über Nathan MacKinnon.

James Duthie: Herr Saubermann, ich danke Ihnen für dieses interessante Interview. Ich wünsche Ihrem Team eine schöne Offseason und eine erfolgreiche Saison 2018/2019.

Saubermann: Gerne, und ich hoffe, es wird eine spannende Saison 2018/19.
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