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 Montréal Gazette 2013-14

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cwbskywalker

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BeitragThema: Montréal Gazette 2013-14   Fr Jan 14, 2011 4:45 pm

Saisonbeginn 2013-14 - Das Interview

GM Skywalker geht mit den Montréal Canadiens in die siebte Saison. Die grössten Veränderungen gab es wohl bei der staff, neben ein paar Ab- und Zugängen wechselte Guy Carbonneau in's front office, Tony Amonte wird der neue head coach. Auch einige Spieler wurden ziehen gelassen, Denis Gauthier (36), Antero Niittymäki (33), Maxim Lapierre (28) und Martin St. Louis (38) gehen in der nächsten Saison für andere teams auf Punktejagd, während bislang Rückkehrer Ron Hainsey (32), Thomas Greiss (28), Brendan Shinnimin (22) und Paul Kariya (38) als Neuzugänge feststehen.
Ein guter Zeitpunkt um mit Skywalker über die kommende Saison, aber auch das bisher Erreichte zu sprechen.

Gazette: Steigen wir direkt ein, was erwarten Sie von der kommenden Saison?
Skywalker: Wir haben endlich erstmals in meiner Amtszeit die Division gewonnen, das würden wir gerne wiederholen. Aber es wird nicht leicht, mit Ottawa, Toronto und uns gibt es drei ähnlich starke Mannschaften, am Ende entscheiden da Kleinigkeiten.

G: In der vergangenen Saison hatten Sie die Nase vorn, in den Playoffs aber schnitten Toronto und Ottawa wesentlich besser ab. Woran lag's?
S: Wenn wir das wüssten. (lacht) Wir haben die Division ja äusserst knapp gewonnen, wie gesagt lagen alle drei teams ungefähr auf einer Ebene. Umso enttäuschender war natürlich das deutliche Aus gegen Toronto. Wir haben die einfachsten Dinge falsch gemacht, haben viel zu viele Tore kassiert. Leider hatte Carey nach einer starken Saison nicht grade die besten playoffs. Aber sowas passiert. Hätten wir vorne mehr Tore gemacht, hätte es auch anders ausgesehen.

G: Die Playoffausbeute über die Jahre ist wohl auch der grösste Makel, den sie sich in den nun bald sieben Jahren ankreiden lassen müssen...
S: Ganz klar! Wir standen zwar einmal in den Stanley Cup Finals, aber die restlichen vier male war in der ersten Runde Schluss. Diesen Fluch müssen wir langsam mal wieder besiegen.

G: Lassen Sie es gelten, wenn geschrieben wird, dass sich ihre Erfolge im Draft auch in Grenzen halten? Sie zu oft picks weggetradet hätten?
S: Nein, das lasse ich so nicht gelten! Den ein oder anderen Fehlschuss hat fast jeder franchise. Man darf nicht vergessen, dass wir nie hohe picks hatten, also zukünftig 100%ige Stars wie Joel Armia, Sean Couturier, Mikael Granlund oder John Tavares immer ausser Reichweite waren! Aber Jeremy Morin und Drew Shore haben sich im Kader etabliert, Vladislav Namestnikov ist auf dem beste Wege dahin, und wir haben viele weitere Talente.
Ob man Erstrundenpicks abgibt oder nicht, das ist immer so eine Frage. Beim ersten mal haben wir unter anderem Patrik Berglund und Lars Eller bekommen, beide haben bereits fast 250 Spiele für uns gemacht. Eller hat die letzten drei Spielzeiten kein Spiel verpasst, und hat ausser einem nicht allzu grandiosen Schuss keine Schwächen. Vor zwei Jahren dann konnten wir Brad Richards holen. Er hat zwei super Spielzeiten gespielt, und wird uns noch ein paar Jahre Freude machen. So etwas muss man mit den picks erstmal erreichen.

G: Die Bilanz fällt so oder so sehr positiv aus. Sie haben es geschafft, die Habs wieder dauerhaft in der Spitzengruppe zu etablieren.
S: Ich bin auch sehr zufrieden. Wir sind immer ein bisschen unseren eigenen Weg gegangen, wie es in Montréal schon immer der Fall war, sind damit aber sehr gut gefahren.

G: Können Sie das erläutern?
S: Zunächst mal möchte ich betonen, dass es in der Liga auch einige andere GMs gibt, die tolle Arbeit leisten. Aber wir haben versucht, ein bisschen Kontinuität in die Sache zu bringen, und eine Mannschaft zu formen. Acht Spieler, die diese Saison zum Stammkader zählen werden, waren schon bei meinem Amtsantritt in der organisation, vier weitere wurden noch vor der ersten Saison geholt. Also zwölf Spieler, die meine Amtszeit begleitet haben, mehr als die Hälfte des Kaders, plus natürlich die während der Zeit gedrafteten Spieler. Auch hatten wir nie einen Megastar wie Sid Crosby, Alex Ovechkin oder Rick Nash. Der Teamgeist stand immer im Vordergrund. Und die staff blieb ebenfalls über weite Strecken erhalten, wir haben weder bei Trainern noch Spielern überreagiert, wenn es mal nicht lief. Das zahlt sich oftmals aus.
Ausserdem wollten wir uns nie abschlachten lassen, wie das hier und da zuletzt Mode war. Hohe picks, grosse Talente schön und gut, aber wir wollten immer unser Bestes geben. So haben wir nur eine sehr kurze Umbruchphase von einem Jahr gehabt, als Saku Koivu, Alex Kovalev und einige mehr ihre Karriere beendeten, und selbst da hatten wir noch mit einem jungen Kader bis kurz vor Saisonende die Chance, die playoffs zu erreichen. Bis auf eine elitäre Spitze wie vielleicht Detroit oder Florida gehören wir zu einer Gruppe weniger Mannschaften, die fast kontinuierlich oben mitgespielt hat. Da kann man schon stolz drauf sein.

G: Zumal Montréal wie kein anderer Markt auch noch andere Gesetze hat... die Habs ohne Frankokanadier, unvorstellbar!
S: Das stimmt. Und das war uns auch immer wichtig. Natürlich ist es primär egal, was für eine Nationalität ein Spieler hat, aber gerade in Montréal braucht man immer ein paar "home boys", und darauf haben wir uns in den Jahren denke ich immer gut eingestellt. Auch, wenn man hier und da vielleicht ein bisschen draufzahlen muss.

G: Trotzdem haben Sie innerhalb der Führungsriege etwas umstrukturiert. Tony Amonte wird der neue head coach, Guy Carbonneau wechselt in's front office. Bob Gainey übernimmt als GM die Geschicke in Hamilton. Viele würden das als Abstieg werten. Und warum jetzt diese Änderungen?

S: Auch wenn vieles gut lief, die Playofferfahrungen der letzten Jahre zeigen nunmal, dass es noch einiges zu verbessern gibt. Und da wir keinen Kader wie Florida, Detroit oder Colorado haben, müssen wir uns anders durchsetzen. Wir hoffen, dass uns diese kleinen Veränderungen dahin bringen.
Von einem Abstieg würde ich nicht sprechen. Wir arbeiten ohnehin alle zusammen, Bob wird sich mehr um Hamilton kümmern. Aber wir pflegen ja seit Jahren, dass die Bulldogs vom System und von den Strukturen stark bei uns integriert sind. Das ist ein Grund dafür, dass die Spieler meist schnell bei uns Fuss fassen, wenn sie vorher bei den Bulldogs gespielt haben.

G: Mit der Arbeit in Hamilton können Sie sicher auch zufrieden sein!?
S: Natürlich! Zum einen erfahren unsere Jungs dort eine hervorragende Ausbildung. Ein Jahr, manchmal zwei dort, und sie sind bereit für die NHL. Und obwohl sie uns Jahr für Jahr ihre besten Spieler abgeben müssen, spielen sie jedes Jahr oben mit, haben bereits zweimal die Eastern Conference gewonnen. Ohne grosse Verstärkungen von Veteranen. Was sie zu leisten im Stande sind, haben wir in der preseason gesehen. Die zweite Mannschaft sah keinmal wirklich schlecht aus, und hat im letzten Spiel sogar gegen die erste Mannschaft der Islanders gewonnen. Mit 17 AHLern!

G: Abschliessend nochmal ein kurzer Ausblick. Mit Paul Kariya, Ron Hainsey, Thomas Greiss und Brendan Shinnimin wurde die Mannschaft punktuell verstärkt. Erläutern Sie bitte ihre Gedankengänge zu den Verpflichtungen, und hatten Sie Pläne mit anderen Spielern?
S: Also zunächst mal sind wir vollkommen zufrieden mit den Spielern, die wir geholt haben. Wir wollten eine eher offensiv ausgerichtete Alternative für die Defensive, Ron passt da sehr gut. Wir brauchten einen nicht zu alten, nicht allzu teuren backup, der trotzdem seine 15, 20 Spiele machen kann, haben mit Thomas Greiss einen solchen gefunden. Wir haben viele junge Spieler mit offensiven Qualitäten, aber wollten auch noch einen giftigen, eher defensiveren Spieler, Brendan Shinnimin passt da. Und Paul, zu ihm muss man wohl nicht viel sagen.
Wir hatten auch Verhandlungen mit anderen Clubs, aber nichts ganz konkretes. Auch mit anderen Spielern haben wir verhandelt, aber die Gehaltsvorstellungen einiger Spieler waren wir nur bedingt bereit zu erfüllen. Wir hatten hier und da ein Loch zu stopfen, den Abgang von Martin zum Beispiel, aber das ist uns recht gut gelungen. Das hoffe ich jedenfalls.


Zuletzt von cwbskywalker am Sa Jan 15, 2011 9:02 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Saubermann

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BeitragThema: Re: Montréal Gazette 2013-14   Fr Jan 14, 2011 5:42 pm

Sehr interessant...kleiner Tipp: vielleicht jede Frage Fett machen, das macht das ganze Übersichtlicher und noch lesenswerter

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cwbskywalker

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BeitragThema: Re: Montréal Gazette 2013-14   Sa Jan 15, 2011 9:03 pm

Hast Recht. cheers
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Saubermann

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BeitragThema: Re: Montréal Gazette 2013-14   Sa Jan 15, 2011 9:13 pm

cheers cheers

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